Höchster Designparcours

Felix Hevelke/ RADAR

Gutleutstraße 8-12

60329 Frankfurt

Die kreative Stadtentwicklung in Höchst verstetigt sich. Ehemals zwischengenutzte Geschäftsräume werden umgebaut und dauerhaft günstig von Kreativen genutzt.

Seit 2012 werden im Rahmen des Höchster Designparcours zweimal im Jahr leerstehende Laden- und Geschäftsflächen im Kernbereich von Frankfurt-Höchst für Künstler und Kreative temporär zur Verfügung gestellt. Diese Idee der kreativen Leerstandsnutzung wurde gemeinsam von RADAR und dem Quartiersmanagement der NH ProjektStadt entwickelt und seither organsiert. Das Stadtplanungsamt Frankfurt finanziert und der Projektpartner Wirtschaftsförderung Frankfurt am Main unterstützt die Veranstaltung, um das kreative Klima in Höchst zu stärken und den Stadtteil als Produktionsort für die kreative Szene attraktiver zu gestalten. Seither haben an verschiedenen Stellen Kreative einen dauerhaften Arbeitsraum gefunden.

Bislang konnten vier vormals zwischengenutzte Räume langfristig an Kreative vermittelt, sowie drei Objekte mit Hilfe des „Frankfurter Programms zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume“ zweckmäßig umgebaut werden. Zwölf Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft konnten sich so dauerhaft im Stadtteil etablieren. Die Umbaufördermittel bieten EigentümerInnen einen Anreiz bezahlbare Arbeitsräume für junge Unternehmen zu schaffen. Kreative erhalten dadurch eine konkrete Unterstützung, zudem profitiert durch die Belebung das Umfeld im Stadtteil.

Die in Höchst angestoßene kreative Stadtentwicklung verändert nicht nur die (Selbst-) Wahrnehmung des Stadtteils, sondern öffnet Räume für neue Nutzungen. Dies hat positive Effekte auf Wirtschaft, Lebensqualität und Sozialstruktur.

Die Studiogemeinschaft Formwerke, im ehem. Bolongaro-Tabaklager in der Kranengasse 2, ist eines der jüngeren Umbauprojekte und ein sehr positives Beispiel für die Entwicklung und den nachhaltigen Einsatz der städtischen Fördermittel.

Zahlen:
durchschnittlich 10 Standorte, die von ca. 45 Kreativen bespielt werden

Finanzierung:
Stadtplanungsamt Frankfurt finanziert und der Projektpartner Wirtschaftsförderung Frankfurt am Main unterstützt die Veranstaltung.

Teamstruktur:
Kooperation von RADAR und der NH ProjektStadt